Heilung vom Zentrum der Erde

Von Andreas Korte
 
Auf meinen Forschungsreisen in die Wälder Amazoniens kam es immer wieder zur Begegnung einer ganz besonderen Art: mit den Flussdelfinen des Amazonas.
 
Es begann im Jahr 1989, während meiner ersten Forschungsreise ins Amazonasgebiet. Damals führte mich der Wunsch die Pflanzenvielfalt dieser Tropenregion kennen zulernen und zu erforschen nach Kolumbien. Meine ersten Kontakte mit dem Regenwald des Amazonas fanden im Nationalpark Amacajaku statt. Hier lebte ich einige Monate bei den Indianern und hier entwickelte ich damals auch die ersten Blütenessenzen im Amazonas.
 
In diesem Gebiet begegnet uns eine unglaubliche Artenvielfalt, die für unsere europäischen Verhältnisse geradezu unglaublich erscheint. So trifft man etwa auf einem Hektar Regenwald selten zwei Exemplare der gleichen Baumart an, so leben die meisten Arten oben auf den Baumkronen und bleiben dem Auge des Betrachters weitgehend verborgen. Untersuchungen an der Biologischen Fakultät der Universität in Bogota (Kolumbien) haben beispielsweise ergeben, dass Forscher an einem einzigen Baum im Amazonasgebiet eine größere Anzahl von verschiedenen Insektenarten gefunden haben, als es vergleichsweise Insektenarten in ganz England und Irland zusammen (!) gibt.
 
Neben meiner Arbeit mit den Orchideen und der größten Seerose der Welt (Victoria Regia, lat. Victoria amazonica) arbeitete ich auch mit den Energien des Amazonasflusses, der Amazonas Essenz. Schon während der Herstellung wurde mir die Analogie des riesigen Amazonasflusssystems, der parallel zum Äquator den südamerikanischen Kontinent durchfließt und aussieht, wie ein riesiger Lebensbaum, der die beiden Hemisphären unseres Planeten vereint und die Entsprechung zum Nervensystem in unserem Körper, die gebündelt durch unsere Wirbelsäule, entlang unsere Körpermitte, unseres „Äquators“ verläuft, bewusst.
Inzwischen haben über die Jahre schon viele Anwender der Amazonasessenz die Wirkung der Auflösung von energetischen Blockaden im Wirbelsäulenbereich bestätigen können. Parallel zu unserer Körperachse, verlaufen unsere Eneriezentren, die sogenannten „Chakren“. Das wichtigste Körperchakra ist das Herzchakra. Es ist verbunden mit den Herzensqualitäten, wie Mitgefühl und Liebe, körperlich mit den Lungen, dem Herzen und dem Thymus.
Die Tropischen Regewälder unseres Planeten beinhalten die größte Artenvielfalt. Deshalb können wir sie als die „Chakren“ unseres Planeten bezeichnen. Der größte und älteste Regenwald der Erde ist das Amazonasgebiet. Er entspricht von daher auch energetisch unserem Herzchakra. Heute leiden die Tropischen Gebiete aber unter massiver Abholzung und rücksichtsloser irreversibler Zerstörung – was entsprechend auch wieder Auswirkungen auf uns hat, da wir mit dem ganzen Planeten verbunden sind.
 
Und einige Jahre später arbeitete ich wieder mit dem Amazonasfluss. Wieder stand ich halb im Wasser und arbeitete mit der Essenz. Da hörte ich plötzlich ein Rauschen im Wasser. Es musste irgendein größeres Tier sein, was da durch das Wasser auf mich zugeschwommen kam. Für einen Augenblick fürchtete ich schon, es könne sich um einen Alligator, einen Kaiman oder eine Anakonda handeln, die noch nicht gefrühstückt haben könnte. Und in diesem Augenblick streckte ein Delfin seinen Kopf direkt vor mir aus dem Wasser und sah mir direkt in die Augen. Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich spürte, dass er mit mir Kontakt aufnehmen wollte. Schon zuvor im Jahr 1991 hatte ich diese Unglaubliche Begegnung mit den Flaschenhalsdelfinen an der Nordküste von Kolumbien im Meer gehabt, die zur Entwicklung der ersten Tieressenz von Delfinen, der Delph® Essenz geführt hatte. Damals wusste ich noch gar nichts von Delfinen, doch übermittelten mir die Tiere schon gleich nach der Essenzherstellung eine Fülle von Informationen, die dann später auch wissenschaftlich belegt werden konnten und die alle im Buch über die Delfinessenz beschrieben sind. Die Delfine schenken uns spielerische Leichtigkeit und Freude, stärken und öffnen unser Herz und zusammen mit den Walen erinnern sie uns liebevoll an unsere Hüterrolle zur Bewahrung der Schöpfung auf unserem Planeten.
Und jetzt hier war es ein Rosaroter Amazonasdelfin, der offensichtlich Kontakt mit mir aufgenommen hatte. Im Flusssystem des Amazonas und des Orinokos leben nicht nur über 2000 (!) verschiedene Fischarten sondern auch zwei verschiedene Süßwasserflußdelfinarten, dem etwas kleineren grauen Tucuxi Delfin, der zwischen 1,6-1,9 Meter groß wird und 35-40 Kg schwer ist, und dem Rosaroten Amazonas-Delfin, der zwischen 2,15 bis 2,55 Meter lang und 150 – 185 Kg schwer wird.
 
Damals arbeiteten wir auch noch mit dem Amazonasfond,* mit dem wir verschiedene Schutzprojekte für den Regenwald unterstützten oder auch wie zu diesem Zeitpunkt direkt mit den Indianern organisierten. Gleich nach der Begegnung mit dem Delfin hatten wir mit Einheimischen in Puerto Narino, am Zusammenfluss der Rio Lloretoyacu in den Amazonasfluss vereinbart, dass wir die Aufforstung von 16 ha Regenwald mit dem Amazonasfond finanzieren werden. Das Prokektgebiet befindet sich direkt am Zusammenfluss des Schwarzwasserflusses Lloretoyacu in den Weisswasserfluß Amazonas.
Durch die verschiedenen Mineralien, die hier aufeinandertreffen ist dies auch eine ökologisch besonders interessante Region, da hier viel Kleinstlebewesen vorkommen, die die Nahrungsgrundlage wiederum bilden für Fische und diese wiederum für die Delfine.

Als wir dann nochmals mit den Indianern das Projektgebiet besuchten, bevor wir dann am nächsten Tag zur notariellen Vertragsunterzeichnung nach Leticia fuhren, da war unser Boot umringt von diesen wunderbaren Amazonasdelfinen, so dass wir das Projekt dann auch Projekt „Delphin Rosado“ – „Rosa Amazonas-Delfinprojekt“ nannten.
 
Fussnote * später wurde uns der Amazonasfond vom Fiskus untersagt
 
Meine nächste Amazonasreise führte mich dann nach Peru. Inzwischen sind die Bedingungen in Kolumbien so unsicher geworden, dass man das Land nicht mehr bereisen konnte.
Von Iquitos aus führte mich mein Weg flussaufwärts. Und wieder wollte ich die Amazonasessenz herstellen. Der mich begleitende Indianer hatte mich auf einer winzigen Sandbank abgesetzt. Vor mir der Amazonas, auf der anderen Seite ein Zufluss der zu einem Seensystem führt und direkt hinter mir dichtes Gestrüpp. Wieder lief die Essenzherstellung wie gewohnt doch dann plötzlich vernahm ich die Typischen Atemgeräusche der Delfine, wenn sie an die Wasseroberfläche kommen. Und es war unglaublich: vier Rosarote Amazonas-Delfine kamen direkt zu mir hergeschwommen – zwei von der linken und zwei von der rechten Seite – und ich hatte noch eine leere Flasche! Es war wunderbar mit ihnen zu arbeiten. So entstand die erste Essenz der Rosaroten Amazonasdelfine. Ich war erfüllt von Demut und Freude.
 
Die Rosaroten Amazonas-Delfine sind die Hüter des Amazonasgebietes, des energetischen Herzchakras der Erde. Die Essenz öffnet unser Herz mit Liebe und hilft uns auch emotionale Verletzungen zu heilen. Sie verbindet uns mit den Delfinen und mit dem Herzchakra der Erde.
Meine letzte Amazonasreise führte mich nach Manaus, nach Brasilien, wo der Rio Negro sich mit dem Amazonas vereint. Hier erfuhr ich vieles über die Legenden und Mythen, die die Rosaroten Amazonas-Delfine umgeben. So erzählen sich die Indianer am Amazonas unendlich viele Geschichten über die Delfine. In vielen ihrer Mythen wird davon berichtet, wie sich ein Delfin bei Vollmond in einen wunderschönen Mann oder eine wunderschöne Frau verwandeln kann, der dann ins Dorf kommt, um die Herzen junger Menschen zu verzaubern. Hier versuchen die Menschen diese unglaublichen Liebes und Glücksgefühle auszudrücken, die wir bei der Begegnung mit den Delfinen erleben können.
 
Doch andere Geschichten sind eine ernsthafte Gefahr für die Tiere, da diese wieder einmal der menschlichen Projektionen entspricht. So wird in vielen der Indianerstämme allen Ernstes behauptet, wenn eine junge Frau schwanger wird, und nicht bekannt ist, wer der Vater ist, dann war es der Delfin, der die junge Frau verführte und schwängerte. Und dann ziehen diese Indianer los – allen voran natürlich der nicht genannte Erzeuger – um sich an den Delfinen zu „rächen“ und bringen sie um.
 
Offiziell sind die Delfine zwar geschützt, doch werden immer mehr Tiere Opfer dieser menschlicher Brutalitäten, oder verenden in den Nylonnetzen, die die Menschen immer häufiger zum Fischen verwenden oder leiden unter dem zunehmenden Verkehr auf den Flüssen, der Wasserverschmutzung, der Abholzung oder der Verbauung der Flüsse (Staudämme).
 
Es gibt aber auch Gutes zu berichten. So habe ich auf meiner letzten Reise eine Frau kennen gelernt, deren Tochter ein ganz besonderes Verhältnis zu den Delfinen aufgebaut hat. Eines Tages wollte die Kleine fischen, und Delfine kamen immer wieder und hatten ihr den Köder vom Harken stibitzt. Dies geschah immer wieder, bis sich ein ganz besonderes Verhältnis zwischen dieser Familie und den Delfinen entwickelte. Eine Gruppe von 10 wilden und frei lebenden Delfinen hat inzwischen ein so inniges Verhältnis zu dem Mädchen aufgebaut, dass sie inzwischen zur „Familie“ gehören. Als ich diese Familie besuchte, konnte ich zum ersten Mal mit den Delfinen im Fluss schwimmen. Er war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, voller Hingabe, Zärtlichkeit und Liebe. Jetzt im April (12.- 20.4.05) werden wir mit einer kleinen europäischen Gruppe zuerst die Schönheit des Regenwaldes erkunden und dann noch ein paar Tage bei den Delfinen verbringen.